Montag, 29. Dezember 2008

Between the days.......


...ist schon eine merkwürdig schöne Zeit. Alles läuft irgendwie ruhiger. Einfach mal in den Tag leben, ohne Termine und (fast) immer das machen wozu man gerade Lust hat: lange Spaziergänge bei klirrender Kälte mit der Familie und Hund, danach eine Tasse Tee und Kekse zum aufwärmen.

Noch zwei Tage um das alte Jahr zu verabschieden und sich Gedanken über den Start in das Neue Jahr zu machen. Neue Vorsätze....nein...sind doch irgendwie immer die selben, vielleicht doch einen, mehr Gelassenheit und Ruhe um einfach nur die kleinen, schönen Momente intensiver einzufangen und bewußter zu genießen!


In diesem Sinne wünsche ich euch Allen einen wunderschönen Start in ein Neues Jahr !

Montag, 22. Dezember 2008

Alles fertig!



So, das waren jetzt die letzten Sonderanfertigungen. Leider hinke ich (wie immer) dem Zeitplan einige Tage hinterher. Aber nächstes Jahr wird alles besser......(den Satz sage ich mir auch immer)! Die letzten Päckchen sind auch heute morgen zur Post damit sie noch rechtzeitig unter dem Weihnachtsbaum liegen.
Zwei sehr zeitintensive Aufträge standen noch aus, einmal Stuhlhussen in Grautönen und ein Holzdiorama. Die Hussen liegen jetzt fertig abgedämpft und warten auf ihre Stühle. War eine Menge Arbeit da sie schön fest und zentimetergenau gefilzt werden mussten.

..und dann war noch das Holzdiorama! Die Arbeit habe ich mir ganz bewußt bis zum Schluss aufgehoben da ich aus Erfahrung weiß das zum Ende hin die Schultern und Arme einfach nichts mehr Filzen wollen und können!

Das Diorama läßt sich nach Jahreszeiten umbauen: es kann von vorne und hinten bestückt werden, der Hintergrund ist auch drehbar, man kann so Tag und Nacht aufbauen. Die Bäume lassen sich nach belieben verändern und feststecken. Bemalt ist das ganze mit Aquarellfarben und mit einer Wachslasur endbehandelt. Auf dem ersten Bild sieht man die gesägten und unbehandelten Platten.

Jetzt heißt es nur noch Werkstatt aufräumen (die Sägespäne sind schon sehr hartnäckig) und dann ....Weihnachtsferien!!!!

Allen wünsche ich schöne Ferien und ein frohes Weihnachtsfest!

Samstag, 22. November 2008

Gefallene Engel...

...im wahrsten Sinne des Wortes: dieser arme kleine Engel sitzt nun zwischen den Hagebuttenzweigen, teilweise vom ersten Schnee dieses Jahres bedeckt aber schlimmer noch ohne Flügel! Ein "gefallener Engel" der seine Behinderung gegen alle Regeln verstoßende Kinder verdankt die im Wohnzimmer Fussball gespielt haben! Das wird einiges an Taschengeld kosten....
Die letzten Hagebutten meiner Wildrosen haben mich einfach wieder dazu verführt Kränze zu binden, auch meine alten Buchsbäume mussten wieder dran glauben! Aber Advent ohne Kränze aus allen möglichen Materialien ist einfach für mich undenkbar! Zusammen mit einigen gefilzten Zutaten werden daraus wunderschöne Dekorationen:


Für die "Silbergrauer November"-Farbaktion bei DaWanda hatte ich diesmal die Idee einen eleganten Muff in dieser Farbe zu filzen, kombiniert mit einem kuscheligen Innenfutter. Was soll ich sagen - mit den vielen lieben Kommentaren und Fans war mein Muff in kürzester Zeit wieder in den Trends! Und wenn ich jetzt so aus dem Fenster schaue wird es glaube ich Zeit mir mal selber einen Muff zu filzen......









Sonntag, 26. Oktober 2008

Hüte, Hüte und nochmals Hüte

Obwohl ich selbst kein großer Hutträger bin fasziniert mich einfach die kreative Vielfalt der verschiedenen Hüte: modern, klassisch, witzig, romantisch oder total abgefahren! Für jeden Geschmack ist etwas dabei - und langsam aber sicher wird auch der Hut wieder das was er in früheren Zeiten einmal war: ein nicht nur als Schutz gegen Kälte, Regen oder auch Sonne gedachtes Kleidungsstück sondern auch eben das "I-Tüpfelchen" als Ausdruck des individuellen Stiles der Trägerin!


Wer einmal einen Hut gefilzt hat weiß um die schier unendlichen Möglichkeiten! Meist während ich einen Hut filze kommt mir schon die Idee für den nächsten.

Auf dem Bild oben sieht man einige meiner herrlichen alten Hutblöcke: ich hatte das Glück das komplette Inventar einer alten Hutmacherin zu erstehen: wunderschöne Lindenholzhutblöcke, übersät von winzigen Einstichlöchern der Stecknadeln die beim fixieren der Hutcreationen entstanden sind. Man sieht ihnen ihr Alter schon an, aber gerade das macht das Ganze ja so interessant! An solchen Hutblöcken zu arbeiten ist gegenüber den modernen kalten Fieberglasformen ein echtes Erlebnis!


Einen Hut kauft man meiner Meinung immer relativ spontan: als erstes muss er gefallen, dann kommt die Passform. Man setzt ihn auf und denkt: der ist es, genau der! Ein Hut ist immer Maßarbeit, denn genau wie jeder Mensch eine andere Schuhgröße hat so haben wir auch alle andere Kopfgrößen und Kopfformen.


Sonntag, 28. September 2008

Workshop-Wochenende in Heid





Heid, ein kleines malerisches Fachwerkdörfchen im Kreis Olpe. An diesem Wochenende trafen sich auf Walters Hof Interessierte zu einem kreativen Workshopwochenende. Angeboten wurde Malen, Eselwandern, Brotbacken, Singen und Filzen.



Bei strahlendem Sonnenschein starteten wir am Samstag mit einem gemeinsamen Frühstück und verteilten uns dann anschließend in die einzelnen Workshops. Meine Filzgruppe war in der großen Scheune untergebracht: ein idealer Arbeitsplatz um sich richtig auszubreiten!





Nach dem gemeinsamen Mittagessen konnten die Teilnehmerinnen ihre eigenen Ideen umsetzen, da wir morgens die Grundtechniken des Filzens erarbeitet hatten: es entstanden Handytaschen, Schmuck, Taschen und Dekoobjekte.



Zwischendurch gab es noch köstlichen Apfelkuchen mit Sahne, frisch und noch warm aus dem Backes. Einfach köstlich.....



Um fünf Uhr dann die Präsentation aller Gruppen: immer wieder erstaunlich was man an einem Tag zaubern kann!


Zum Ausklang trafen sich alle im Hof am Lagerfeuer, stärkten sich mit Gegrilltem und dem leckeren Brot aus dem Backes bei Gitarrenmusik, Gesang und netten Gesprächen.


Es stimmte hier einfach alles: die Atmosphäre, die Umgebung, die netten Leute. Es wird auch bestimmt nicht das letzte Worksop-Wochenende in Heid gewesen sein!


An dieser Stelle auch noch einmal ein dickes Dankeschön an die Organisatoren: es hat einfach großen Spaß gemacht ..........




Mittwoch, 24. September 2008

Erst einmal eine kleine Pause .......


So, das Wetter ist zwar nicht das schönste, aber jetzt habe ich mir eine kleine Pause verdient. Der erste Markt liegt hinter mir und gerne hätte ich ein paar Bilder gezeigt aber.....wie immer läuft nie etwas so wie man es sich vorstellt: als endlich alles aufgebaut und präsentiert war waren wir schon umringt von Schaulustigen. Trauben von Kindern stürzten sich an den Filztisch.



An dieser Stelle noch mal ein ganz dickes Danke an Susanne: ohne dich wäre ich hoffnungslos verloren gewesen!!!


Aber jetzt wo in der Werkstatt wieder alles an Ort und Stelle steht kann ich mich wieder auf den nächsten Markt vorbereiten.


Und obwohl erst gerade kalendarisch der Herbst angefangen hat sitze ich schon wieder an den Weihnachts- und Wintersachen .....

Sonntag, 14. September 2008

Familienbande


Aus welchem Jahr diese Aufnahme stammt konnte mir niemand mehr genau sagen. Darauf zu sehen ist mein Großvater und seine Geschwister und deren Eltern. Der 80. Geburtstag meiner Tante gab den Anlass für ein großes Familienfest. Schon im Vorfeld haben wir viele Familienfotos durchgeschaut und uns amüsiert über Mode und Frisuren.


Dieses Bild oben ist mein Lieblingsbild: Die ganze Familie war mit der Pferdekutsche zum Fotografen gereist für dieses eine Bild. Alle hatten ihre besten Kleider angezogen, den Familienschmuck angelegt und sich so fein wie möglich herausgeputzt. Doch dieses gestellte Bild erzählt nichts vom harten Alltag: mein Vater, der Großvater und auch der Urgroßvater waren Bauern: harte Arbeit für Männer und Frauen.


Das zweite Bild zeigt den alten Hof, ein wunderschönes Fachwerkhaus, samt Knechten und Mägden (wenn ich dieses Bild sehe geht mir immer "Michel aus Lönneberga" durch den Kopf).


In diesem Haus wurde ich sogar noch geboren, kurz darauf wurde der Hof leider abgerissen denn meine Eltern hatten sich einen der damals von den Landwirtschaftskammern propagierten "Aussiedlerhöfen" gebaut. Also zogen wir mitten aus dem Dorf heraus in die Abgeschiedenheit unseres neuen Hofes.

Und wenn man dann all die Bilder anschaut, sich die Geschichten der Alten anhört wird einem manchmal bewußt wie einfach und doch sinnvoll ausgefüllt das Leben damals gewesen sein muß. Meine Großmutter auf dem unteren Bild zelebrierte mit ihren Kindern immer sogenannte "Lichtstunden": nach getaner Arbeit saß man in der Dämmerung in der Küche vor dem Fenster beisammen und erzählte Geschichten über dieses und jenes. Und dann .....ging man schlafen, denn der nächste Tag begann seeeehr früh........