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Freitag, 12. August 2016

Skulpturenpark Waldfrieden/Wuppertal



In diesem Sommer, der ja nun wahrlich den Namen nicht verdient, muss man sich die sommerlichen Highlights selbst suchen: wie wäre es z. B. mit dem Skulpturenpark Waldfrieden in Wuppertal?

Letzte Woche machten wir uns auf den Weg durch das sehr reizvolle Bergische Land nach Wuppertal. Der Skulpturenpark Waldfrieden bietet noch bis zum 09.10. ein besonderes Schmankerl: in der Ausstellung "Plasters" werden Werke von Henry Moore gezeigt.

Das Besondere an den gezeigten Werken liegt im Material: es sind die Gipsmodelle für den Bronzeguss. Während andere Künstler ihre Gipsmodelle nach dem Bronzeguss zerstörten um den Nachguss zu verhindern, behandelte Moore seine Gipsmodelle wie eigenständige Kunstwerke, was sie ja eigentlich auch sind.


Es ist sehr beeindruckend diese Gipswerke zu sehen: man kann jeden Kratzer, jedes kleinste Detail der Textur erkennen. Diese kleinen Einzelheiten gehen im Bronzeguss verloren. Zusätzlich sind die Gipsskulpturen noch eingefärbt.

Im Skulpturenpark selbst finden sich in malerischer Kulisse von hohen, alten Bäumen viele Skulpturen von Tony Cragg. Ich mag seine organischen Formen sehr, beeindruckend die Arbeitsweise und oft überraschende Materialien.

Also, der Besuch in Wuppertal lohnt sich und die Henry Moore Ausstellung ist absolut sehenswert und wie ich finde, sehr schön präsentiert.


Jetzt ist für mich aber erst einmal viel Arbeit angesagt: am 21.08. findet auf dem Hansmanns-Hof in Finnentrop-Weringhausen im Sauerland ein Kunsttag statt. Hoffentlich meldet sich bis dahin der Sommer wieder zurück......






Samstag, 18. Juni 2016

Im Paradies



So beschreibt es das Prospekt des Kröller-Müller Museum & Skulpturengartens in Otterlo/Niederlande: ein Paradies für Kunstliebhaber. Und das ist wirklich nicht übertrieben.


Vorletzten Sonntag machten wir uns auf den eineinhalb-stündigen Weg nach Otterlo. Meine Bedenken, die anhaltende feuchte Witterung könne dieses Highlight trüben war völlig unbegründet: die Sonne strahlte und es war richtig warm.... wenn Engel reisen:-).

Ich begleitete als Gast die Plastiziergruppe meines Freundes, eine Gruppe sehr netter und kunstbegeisterter Menschen. Vor den Toren des Museumsparks starteten wir dann erst einmal mit einem ausgiebigen Picknick. Jeder hatte etwas vorbereitet und wir ließen uns an einem üppig gedecktem Tisch nieder.

Gestärkt ging es jetzt in den Skulpturenpark: ein Erlebnis für alle Sinne. Die wunderschöne Parkanlage und die darin gezielt platzierten Kunstwerke als Einheit liessen mich mit offenem Mund und grossen Augen durch den Park "lustwandeln". An vielen Stellen laden kunterbunte Stühle zum verweilen ein umrahmt von meterhohen blühenden Rhododendronhecken. Man fühlt sich wie im Urlaub.


Besonders angetan haben es mir die Kunstwerke von Barbara Hepworth. Ihre Skulpturen sind unglaublich und so inspirierend.

Für den Museumsbesuch mit der zweitgrößten Van Gogh-Sammlung der Welt blieb dann aber leider nicht mehr sehr viel Zeit. Dafür bräuchte man noch einmal einen Tag.

Der Ausflug endete dann noch einmal mit einem Picknick. Es waren noch so viele Leckereien vom Morgen übrig geblieben, ein Augen- und Gaumenschmaus. Die Heimfahrt traten wir dann müde und voller Eindrücke bei noch strahlender Sonne an..... wieder daheim angekommen regnete es.

Alles in allem: ein fantastischer Tag mit lieben Menschen in wunderschöner Umgebung. Kröller-Möller wird mich sicher wiedersehen.