Donnerstag, 25. Juni 2009

Affenliebe


Nur noch eine Woche bis zu den großen Ferien! Tausend Termine, eine Projektwoche in der ersten Ferienwoche vorbereiten sowie die Heider Kunsttour Ende der Ferien und mein Nähzimmer, naja eher Nähzimmerchen, sollte auch vor den Ferien entrümpelt werden: dabei fiel mir dann der kleine Affe in die Hände! Sein Alter schätze ich mal so an die 40 Jahre, mit Knopf im Ohr.

Der kleine Affe gehörte einem meiner drei Brüder. Und wie man sieht hat er den kleinen Affen "zu Tode geliebt"! Die grünen Fäden am Schultergelenk sind die Überbleibsel von vielen hoffnungslosen Rettungsversuchen, der Arm wollte einfach nicht mehr halten. Am Schnäuzchen ist von den vielen Kuscheleinheiten die Holzwollefüllung zu sehen, an den Füßen ist der Filz auch ganz abgewetzt, die Drahteinlage und Holzwolle schauen heraus, ein Auge fehlt ganz.

Den Arm werde ich jetzt wieder richten, der kleine Affe bekommt noch einen schicken Matrosenanzug, eine verwegene Augenklappe und dann bekommt mein Bruder "seinen" Affen zum nächsten Geburtstag noch einmal geschenkt.......ob er ihn wohl wiedererkennt?

Ach, und Florian, falls du das hier lesen solltest und deinen Affen erkennst, vergiß es einfach schnell wieder! Sonst ist es ja keine Überraschung mehr........

Sonntag, 14. Juni 2009

Was ist denn das?

Geplant war eine Fahrradtour durch Wiesen und Wälder zu drei großen uralten Buchen die versteckt in den Sauerländer Wäldern stehen.


Am Ziel angekommen entdeckt meine Tochter nach einem Rundgang um eine der großen Buchen ein Röhrchen:"Was ist denn das?" Natürlich kommt von mir erst mal folgende Antwort (wie wahrscheinlich bei jeder Mutter):"Leg das bitte sofort wieder dahin wo es war!" Und dann haben wir uns dieses Röhrchen erst mal genauer aus der Distanz angeschaut: könnte eine Insektenfalle, eine Regenmesstation oder irgendetwas ähnliches sein!

In dem Röhrchen konnte man jetzt einen eingerollten Zettel sehen, mit Handschrift! Ah, eine Flaschenpost? Auch nicht, es war ein Logbuch für sogenanntes "Geocaching", einer Art Schnitzeljagd mit modernster GPS-Technik! Als Finder hat Lara sich dann erst mal eingetragen und war sofort Feuer und Flamme für dieses Spiel!






Heute Abend werden wir uns genauer über diese Geocaching-Geschichte informieren und wer weiß, vielleicht muß ich ab heute jede Minute meiner Freizeit damit verbringen irgendwelchen versteckten Logbüchern hinterher zu jagen!






Sonntag, 7. Juni 2009

Was für ein Tag....




"He who works with his hands is a laborer. He who works with his hands and his head is a craftsman. He who works with his hands and his head and his heart is an artist."


Dieses Zitat von Franz von Assisi umschreibt treffend unsere Ausstellung "Künstlerseelen in Nostalgie und Rosengarten". Sechs Künstlerinnen die all ihr Herzblut in ihre Arbeiten stecken, jede auf ihrem speziellen Gebiet.

Vorgestern mußten wir den Aufbau leider verschieben: selbst mit Gummistiefeln und Regenjacken war es bei dem Dauerregen unmöglich aufzubauen! Aber alle waren optimistisch, es konnte ja nur besser werden! Und so war es dann auch. Als ich früh am Sonntagmorgen aus dem Fenster schaute blitzte die Sonne sogar zwischen den Wolken hervor. Um acht Uhr haben wir dann begonnen in Annes Garten alles aufzubauen. Jede kleinste Gartenecke war liebevoll dekoriert, die Besucher haben es sichtlich genossen den Garten zu erkunden, zu entdecken.

Das Wetter blieb bis auf einige Regentropfen fast bis zum Ende schön und der Besucherstrom war schier unglaublich! So viele interessierte Menschen, so viele nette Gespräche und neue Kontakte, und die vielen Komplimente für diese Ausstellung! Es war einfach ein Erlebnis.

Bevor ich überhaupt mit meiner Kamera losziehen konnte waren schon die ersten Besucher da! Heute zeige ich nur einige Fotos, werde aber in den nächsten Tagen noch mehr zeigen. Jetzt erst mal im Atelier alles wieder an Ort und Stelle verstauen .......






Sonntag, 31. Mai 2009

Filzschmuck aus der Fläche


Nein, das ist kein alter grauer Käse, es ist eine sehr dicke handgefilzte Platte mit Schere und Lochstanze bearbeitet!



Gestern hatte ich das Vergnügen im Düsseldorfer Atelier Filz-Woll-Lust bei Jeannette zu Gast zu sein: unter Anleitung von Sigrid Bannier haben wir Schmuck aus der Filzfläche gearbeitet. Den ganzen Morgen haben wir eine sehr dicke mehrfarbige Filzplatte hergestellt. Diese Platte mußte sehr fest gefilzt werden damit sie verarbeitet werden konnte.



Nach der Mittagspause dann der spannende Teil: da liegt die fertige Platte vor einem, man dreht und wendet sie, schaut, überlegt, und dann der erste beherzte Schnitt mit der Schere: jetzt gibt der Filz sein geheimes Innenleben frei, man sieht die einzelnen Farbschichten, die feine Maserung. Selbst als routinierte Filzerin ist das für mich ein aufregender Moment! Als erstes habe ich etwas aus der Platte geschnitten, ein Blatt, eine Schote: ein Schotenblatt. Der dicke Filz läßt sich nass noch in Form biegen, in die entstandene Mulde werde ich noch "Erbsen" aus grünem Halbedelstein befestigen und das Schotenblatt als Brosche nutzen:



Den Rest der Platte habe ich zu Armbändern verarbeitet. Die einzelnen Farbschichten wirken alleine schon so spektakulär das die Form ganz einfach sein kann, ganz schlicht, der Verschluß ist ein Knebel aus Bambus.



Natürlich warten jetzt noch die vielen gestanzten Kreise darauf verarbeitet zu werden...


Ein schönes und sonniges Pfingstfest wünsche ich euch!

Sonntag, 24. Mai 2009

Alte Schuhe


Alte Lederschuhe, einfach mit Erde befüllt, einige wiederstandsfähige Ableger eingesetzt und dann warten: jedes Jahr entdecke ich neue Moose und Pflänzchen. Dieses Jahr hat sich sogar ein Stachelbeersämling gezeigt! Ich mag gerade im Garten die auf den ersten Blick unschönen, unfertigen Ecken: sie überraschen mich immer wieder!
So auch die bemoosten Schuhe die in meinen Garten schon viele Jahre stehen , und manchmal, im tiefsten Winter, muß ich an die Schuhe denken. Seit letztem Jahr sind die Schuhbänder komplett mit Moos bedeckt, die Nieten verrosten langsam..... und strahlen diesen morbiden Charme aus!

Ebenso meine gefilzten "Insektenhäuser": von Jahr zu Jahr setzen sie mehr Patina an, die Farben verändern sich. Dieses Häuschen hängt in einer Kiwipflanze, die Filzschnüre sind kaum noch von den Pflanzentrieben zu unterscheiden, sie wirken wie verwachsen, wie eine einzige Pflanze.

Leider lieben die Vögel zur Nestbauzeit die Strohfüllung (noch wahrscheinlicher aber die Bewohner die darin hausen), also muß ich mehrmals im Frühjahr die Füllung erneuern! Als Gegenleistung für meine Arbeit nisten sich viele nützliche Tierchen ein: an erster Stelle Ohrenkneifer die mir helfen (hoffentlich) die Blattläuse auf ein erträgliches Maß zu reduzieren!

Montag, 18. Mai 2009

Nochmal Rosen


Es gibt Tage da kann einen nichts aus der Ruhe bringen: keine defekte Spülmaschine oder ein Kundendienst der mal wieder auf sich warten läßt, auch die Berge von Geschirr die in der Küche auf den Handabwasch warten ringen mir nur ein müdes lächeln ab. Und so ein Tag war eben heute für mich, die negativen Momente einfach ausblenden und sich an den schönen freuen:



Langsam geht es für unsere Ausstellung in die heiße Phase, nur noch drei Wochen! Heute haben wir uns noch einmal bei Anne getroffen, Einzelheiten besprochen aber auch leckeren Kuchen gegessen, an dieser Stelle danke liebe Anne, du machst dir so viel Arbeit für diese Ausstellung! Unsere Einladungen sind auch fertig, sie sind sehr schön geworden. Jetzt heißt es 1000 Einladungen an die Frau/Mann zu bringen, aber bei sechs Künstlerinnen kein größeres Problem!













Mittwoch, 6. Mai 2009

Vom Luxus sich Zeit zu nehmen


So, nach längerer Abstinenz bin ich wieder da! Ich habe mir den Luxus geleistet mir einfach Zeit zu nehmen, Zeit um lang schon geplante Besuche bei Freunden zu machen, neue Inspirationen zu sammeln, neue Projekte zu planen, einfach das zu tun was sonst im Alltag so einfach untergeht!


Natürlich war ich nicht völlig "unkreativ", habe im Atelier gearbeitet, Kurse gegeben, meine wöchentlichen Nachmittage in der Ganztagsbetreuung und meine ersten Märkte dieses Jahres besucht.


Außerdem habe ich mich in dieser "Auszeit" um eine für mich ganz wichtige Sache gekümmert: leider muß ich Ende des Jahres mein geliebtes mir so ans Herz gewachsenes Atelier räumen! Neue wunderbare Räumlichkeiten sind jetzt aber zum greifen nah, zusammen mit einer befreundeten Künstlerin werde ich mich voller Begeisterung in dieses neue Atelier stürzen und hoffen das es mir genauso gefällt und mich so inspiriert wie mein Altes!


Ab nächster Woche werde ich wieder meinen Shop befüllen, viele Blumen, Ranken und Windlichter für die lauen Sommerabende auf der Veranda................