Sonntag, 26. Oktober 2008

Hüte, Hüte und nochmals Hüte

Obwohl ich selbst kein großer Hutträger bin fasziniert mich einfach die kreative Vielfalt der verschiedenen Hüte: modern, klassisch, witzig, romantisch oder total abgefahren! Für jeden Geschmack ist etwas dabei - und langsam aber sicher wird auch der Hut wieder das was er in früheren Zeiten einmal war: ein nicht nur als Schutz gegen Kälte, Regen oder auch Sonne gedachtes Kleidungsstück sondern auch eben das "I-Tüpfelchen" als Ausdruck des individuellen Stiles der Trägerin!


Wer einmal einen Hut gefilzt hat weiß um die schier unendlichen Möglichkeiten! Meist während ich einen Hut filze kommt mir schon die Idee für den nächsten.

Auf dem Bild oben sieht man einige meiner herrlichen alten Hutblöcke: ich hatte das Glück das komplette Inventar einer alten Hutmacherin zu erstehen: wunderschöne Lindenholzhutblöcke, übersät von winzigen Einstichlöchern der Stecknadeln die beim fixieren der Hutcreationen entstanden sind. Man sieht ihnen ihr Alter schon an, aber gerade das macht das Ganze ja so interessant! An solchen Hutblöcken zu arbeiten ist gegenüber den modernen kalten Fieberglasformen ein echtes Erlebnis!


Einen Hut kauft man meiner Meinung immer relativ spontan: als erstes muss er gefallen, dann kommt die Passform. Man setzt ihn auf und denkt: der ist es, genau der! Ein Hut ist immer Maßarbeit, denn genau wie jeder Mensch eine andere Schuhgröße hat so haben wir auch alle andere Kopfgrößen und Kopfformen.


Sonntag, 28. September 2008

Workshop-Wochenende in Heid





Heid, ein kleines malerisches Fachwerkdörfchen im Kreis Olpe. An diesem Wochenende trafen sich auf Walters Hof Interessierte zu einem kreativen Workshopwochenende. Angeboten wurde Malen, Eselwandern, Brotbacken, Singen und Filzen.



Bei strahlendem Sonnenschein starteten wir am Samstag mit einem gemeinsamen Frühstück und verteilten uns dann anschließend in die einzelnen Workshops. Meine Filzgruppe war in der großen Scheune untergebracht: ein idealer Arbeitsplatz um sich richtig auszubreiten!





Nach dem gemeinsamen Mittagessen konnten die Teilnehmerinnen ihre eigenen Ideen umsetzen, da wir morgens die Grundtechniken des Filzens erarbeitet hatten: es entstanden Handytaschen, Schmuck, Taschen und Dekoobjekte.



Zwischendurch gab es noch köstlichen Apfelkuchen mit Sahne, frisch und noch warm aus dem Backes. Einfach köstlich.....



Um fünf Uhr dann die Präsentation aller Gruppen: immer wieder erstaunlich was man an einem Tag zaubern kann!


Zum Ausklang trafen sich alle im Hof am Lagerfeuer, stärkten sich mit Gegrilltem und dem leckeren Brot aus dem Backes bei Gitarrenmusik, Gesang und netten Gesprächen.


Es stimmte hier einfach alles: die Atmosphäre, die Umgebung, die netten Leute. Es wird auch bestimmt nicht das letzte Worksop-Wochenende in Heid gewesen sein!


An dieser Stelle auch noch einmal ein dickes Dankeschön an die Organisatoren: es hat einfach großen Spaß gemacht ..........




Mittwoch, 24. September 2008

Erst einmal eine kleine Pause .......


So, das Wetter ist zwar nicht das schönste, aber jetzt habe ich mir eine kleine Pause verdient. Der erste Markt liegt hinter mir und gerne hätte ich ein paar Bilder gezeigt aber.....wie immer läuft nie etwas so wie man es sich vorstellt: als endlich alles aufgebaut und präsentiert war waren wir schon umringt von Schaulustigen. Trauben von Kindern stürzten sich an den Filztisch.



An dieser Stelle noch mal ein ganz dickes Danke an Susanne: ohne dich wäre ich hoffnungslos verloren gewesen!!!


Aber jetzt wo in der Werkstatt wieder alles an Ort und Stelle steht kann ich mich wieder auf den nächsten Markt vorbereiten.


Und obwohl erst gerade kalendarisch der Herbst angefangen hat sitze ich schon wieder an den Weihnachts- und Wintersachen .....

Sonntag, 14. September 2008

Familienbande


Aus welchem Jahr diese Aufnahme stammt konnte mir niemand mehr genau sagen. Darauf zu sehen ist mein Großvater und seine Geschwister und deren Eltern. Der 80. Geburtstag meiner Tante gab den Anlass für ein großes Familienfest. Schon im Vorfeld haben wir viele Familienfotos durchgeschaut und uns amüsiert über Mode und Frisuren.


Dieses Bild oben ist mein Lieblingsbild: Die ganze Familie war mit der Pferdekutsche zum Fotografen gereist für dieses eine Bild. Alle hatten ihre besten Kleider angezogen, den Familienschmuck angelegt und sich so fein wie möglich herausgeputzt. Doch dieses gestellte Bild erzählt nichts vom harten Alltag: mein Vater, der Großvater und auch der Urgroßvater waren Bauern: harte Arbeit für Männer und Frauen.


Das zweite Bild zeigt den alten Hof, ein wunderschönes Fachwerkhaus, samt Knechten und Mägden (wenn ich dieses Bild sehe geht mir immer "Michel aus Lönneberga" durch den Kopf).


In diesem Haus wurde ich sogar noch geboren, kurz darauf wurde der Hof leider abgerissen denn meine Eltern hatten sich einen der damals von den Landwirtschaftskammern propagierten "Aussiedlerhöfen" gebaut. Also zogen wir mitten aus dem Dorf heraus in die Abgeschiedenheit unseres neuen Hofes.

Und wenn man dann all die Bilder anschaut, sich die Geschichten der Alten anhört wird einem manchmal bewußt wie einfach und doch sinnvoll ausgefüllt das Leben damals gewesen sein muß. Meine Großmutter auf dem unteren Bild zelebrierte mit ihren Kindern immer sogenannte "Lichtstunden": nach getaner Arbeit saß man in der Dämmerung in der Küche vor dem Fenster beisammen und erzählte Geschichten über dieses und jenes. Und dann .....ging man schlafen, denn der nächste Tag begann seeeehr früh........



Mittwoch, 3. September 2008

Ist schon wieder Herbst?

Jaja, der Sommer ist schon wieder vorbei! Viel zu schnell wie immer. Für mich ist jetzt wieder Endspurt für die kommenden Herbstmärkte. Im Sommer wollte ich soviel vorbereiten, aber wie immer läuft die Zeit davon. Und spätestens wenn der Termin für den ersten Herbstmarkt auf dem Kalender zu sehen ist kommt die große Panik: was nehme ich mit, wieviel nehme ich mit, was muß ich noch filzen.


Am 20.09. starte ich in die neue Marktsaison. Zusammen mit Susannelfe werde ich dann auf dem Dottenfelderhof in Bad Vilbel meine Sachen zeigen. Kinderfilzen gehört auch zum Programm, das heißt wieder eine Menge einpacken! Aber die Vorfreude ist auch ganz groß: es gibt nichts schöneres als ein direktes Feedback zu bekommen, der persönliche Kontakt, die netten Gespräche.


Die letzten Tage habe ich meine Nähmaschine wieder arg strapaziert und dicke schöne Wollfilzschlüsselanhänger genäht. Zum Teil habe ich sie vor dem Nähen mit schlichten aber wirkungsvollen Mustern handbestickt. Der schöne Farbverlauf des nassgefilzten Wollfilzes kommt mir immer wie ein Hintergrund vor der nur darauf wartet mit einem interessanten Muster bestickt zu werden.









Freitag, 1. August 2008

Gartenlust statt Gartenfrust



Sommerzeit ist Gartenzeit ! Mein "nächster Garten" würde glaube ich ganz anders aussehen wie mein jetziger Garten. Jedes Jahr die gleichen guten Vorsätze: wenig Kübelpflanzen und nur noch pflegeleichte Stauden pflanzen. Aber wären da nicht diese tollen Gartenmessen, diese sensationellen Pflanzenbörsen und die bunten Gartenkataloge die alle guten Vorsätze im Keime ersticken!



Die Realität sieht dann leider zur Zeit bei dieser Hitze anders aus: wieder viel zu viele Kübelpflanzen, d. h. morgens und abends schwere Gießkannen schleppen während der warme Abendwind mir den Grillduft der Nachbarn (die einen sehr pflegeleichten Garten haben) entgegenweht.


Aber dann sind da wieder die Kleinigkeiten die für alle Mühen entschädigen: neue Blüten am Orangenbäumchen, der erst im Frühjahr gesetzte Feigenbaum hat üppig Früchte angesetzt, die Kiwi an der Hauswand trägt auch überreich und der Walnussbaum, der viele Jahre ohne Nüsse blieb, trägt zum erstenmal!





Trotz der vielen Gartenarbeit konnte ich wieder einige Filzereien umsetzen, so z.B. die DaWanda-Farbaktion "August-Orangerie". Es ist schon sehr schwer bei diesen Temperaturen nur an Wolle und heiße Seifenlauge zu denken, ganz zu schweigen von dem schweißtreibenden walken und filzen! Aber schaut selbst:


....hauchdünne Nunofilz-Stulpen, ein zartes Gebilde aus Wolle und Seide mit einem Gewicht von 19 Gramm.



Dienstag, 22. Juli 2008

Sonne, Sand und Meer


..was braucht ein Urlaub mehr! Es ist schon ganz schön schwierig einen Urlaub zu machen der allen Wünschen gerecht wird: Erwachsenen, Kindern und einem Hund. Aber diesmal ist jeder auf seine Kosten gekommen: das Wetter an der holländischen Nordseeküste war so toll das die Kinder sogar im Meer baden konnten.

Kleine Ausflüge in die wunderschönen Städtchen haben wir unternommen, die leckeren Fischspezialitäten genossen und bei langen Strandspaziergängen die Seele einfach baumeln lassen.......

Natürlich auch wieder zu viele Muscheln gesammelt die vorläufig mal im Garten auf ihre weitere Verwendung warten.



Alles in Allem war es sehr schön, leider gehen Urlaubstage ja doppelt so schnell um wie die normalen. Aber vielleicht läßt sich ja im Herbst noch ein verlängertes Meer-Wochenende organisieren.